Mit dieser tabellarischen Aufstellungen versuche ich dir einen kurzen Überblick über die Entstehung unseres Universums bis zu unseren heutigen Zeit zu geben. Ohne die Entwicklungsgeschichten all dessen, was uns umgibt, können wir unsere Existenz nicht verstehen. Unsere Vorfahren hatten diese Möglichkeiten noch nicht und so haben ihre Fantasie ihr Welt- und Menschenbild geprägt.
Die nachfolgenden Jahreszahlen habe ich aus verschiedenen Büchern und im Internet recherchiert. Die Zeitangaben sollen nur einer groben Orientierung dienen. In den Kapitel zu Blog 1 gebe ich das Basis-wissen wieder. In den Kapiteln 5 bis 8 bin ich auf Hilfe von denen von Euch angewiesen, die tiefe Kenntnisse auf bestimmten Wissensgebieten besitzen.
| Vor 13,8 Milliarden Jahren |
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Unser Universum entsteht Wann und wie unser Universum entstanden ist, beschäftigt, soweit wir wissen, schon seit Jahrzehntausenden uns Menschen. Aufgrund von Messungen mit dem ESA-Weltraumteleskop „Planck“ gehen Wissenschaftler heute davon aus, dass das Weltall vor etwa 13.8 Milliarden Jahren durch einen Big Bang entstanden sein muss. Durch den Urknall wurden Protonen, Neutronen und Elektronen explosionsartig aus dem Kern in das Umfeld geschleudert, die sich zu ersten Atomen, dem Wasserstoff, Helium und Lithium vereinten. Diese Atome verdichteten sich zu den ersten massenreichen Ur-Sonnen. Die Ur-Sonnen explodierten und gaben damit die Atome frei, die sich zu neuen Sonnen vereinten. Ohne diesen Ursprung gäbe es dich und mich nicht. Im Altertum bis zum 16. Jahrhundert glaubten die Menschen, dass die Erde das Zentrum der Welt bilden würde.
Vor 13,6 Milliarden Jahren |
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Erste Galaxien/Sonnen entstehen (die erste Generation der Sonnen). Die Materie verdichtet sich zu ersten Sternen (Sonnen) und Galaxien. 1923 konnte Edwin Hubble nachweisen, dass es neben unserer Milchstraße noch weitere Galaxien gibt. 1929 machte Edwin Hubble mit seinem Teleskop eine spektakuläre Entdeckung – trotz der nur geringe Beobachtungszeit der einzelnen Galaxien von wenigen Jahren schienen sie sich immer weiter voneinander zu entfernen – daraus schlossen die Wissenschaftler, dass sich das Weltall dehnen müsse. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass alles einen gemeinsamen Ursprung gehabt haben muss (einen gemeinsamen Ausgangspunkt) und von diesem Ursprung sich alles immer mehr ausbreitet. Heute gehen Wissenschaftler anhand der Auswertungen des Hubble-Weltraumteleskops davon aus, dass im dem Teil des Universums, dass sie auswerten können, geschätzt etwa 2 Billionen Galaxien vorkommen sollen. Wenn die vorliegenden Zahlen annähernd richtig sein sollten, dann soll alleine unser Galaxie (Milchstraße) etwa 100 bis 400 Milliarden Sterne beheimaten. Aus der Anzahl der Galaxien und der in ihnen enthaltenen Sonnen müssten es in unserem Universum Trillionen Planeten geben – für mich vom Gefühl her unvorstellbar und doch zu belegen. Unsere Vorfahren gingen noch davon aus, dass unsere Erde den Mittelpunkt der Welt (des Universums) bilden würde – dem steht die unfassbar hohe Zahl an geschätzten Planeten gegenüber. Unsere Erde ist somit nur eine Randerscheinung und nimmt keinen höheren Platz ein. Lässt das den Schluss zu, dass sich unser Vorfahren mit ihrer Vorstellung vom Menschsein vollkommen überschätzt haben? Ihr „Mosaikbild“ war klein und ziemlich leer. Sie haben das als Realität wahr genommen, was sie mit ihren Sinnesorgangen (Augen) erfassen konnten. Mit ihrer Weltvorstellung und den Schöpfungsgeschichten haben sie sich eine Traumwelt „ersonnen“. Mit ihren Gedanken, Interpretationen und Schlussfolgerungen, die sie in die jeweiligen Schöpfungsgeschichten einbrachten, sind sie von falschen Annahmen ausgegangen.
Vor 4,6 Milliarden Jahren Unsere Sonne entsteht. Vor etwa 4.6 Milliarden Jahren verdichtete sich, wie in vielen anderen Bereichen des Universums, der Sternenstaub von untergegangenen ersten Sonnen. Aus einem Teil entstand unsere Sonne. Ein Teil des äußeren Teils des Sternenstaubs verdichtete sich zu den Planeten und damit auch zu unserer Erde. Durch die Anziehungskraft der Sonne bewegen sich diese Planeten in einer gleichbleibenden Bahn um die Sonne. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren soll unsere Erde mit einem großen Protoplaneten kollidiert sein, wobei ein großer Gesteinsbrocken abgesprengt wurde, der dann als Mond im Anziehungsfeld der Erde verblieb und fortan die Erde umkreiste.
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| Vor 4,554 Milliarden Jahren |
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Die Erde entsteht. In der Antike herrschte die Meinung, dass die Erde stationär wäre. Nach diesem Glauben bildete die Erde das Zentrum des Universums (Centrum Mundi). Die Erde würde von bestimmten Sphären zwiebelschalartig umgeben. In diesen Sphären würden die anderen Himmelskörper (einschließlich der Sonne) in Kreisbahnen um die Erde herum drehen. In der äußersten Sphären bewegten sich die sogenannten Fixsterne um die Erde. 1543 erregte der Astronom Kopernikus mit seinem Buch “De revolutionibus orbium coelestium” bei interessierten Kreisen für Aufsehen, in dem er nachwies, dass nicht die Erde den Mittelpunkt des Sonnensystems und der damals bekannten Welt bildet sondern die Sonne der Mittelpunkt der Planeten bilden würde. Damit wurde in den nächsten Jahrhunderten das geozentrische Weltbild (geo von Erde) langsam durch da heliozentrische Weltbild (helio von Sonne) ersetzt – neue Erkenntnisse brauchen lange bis sie von vielen akzeptiert werden.
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| Vor 3,500 – 4,0 ? Milliarden Jahren |
| Die ersten Ein-zeller entstehen nach heutiger Auffassung in bestimmten Wasser-Bereichen (Meer) . Diese Einzeller waren einfachste Organismen.
An dieser Stelle sei kurz auf die RNA-Welt-Hypothese verwiesen, die ich in Kapitel 1.2.0 und im Kapitel „Evolution“ beschreibe. |
| Vor 3,2 Milliarden Jahren |
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Mikroorganismen werden auf das über dem Meeresspiegel liegende Festland gespült und bilden dort die Grundlage für späteres Leben.
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| Vor 3,0 Milliarden Jahren |
| Vor drei Milliarden Jahren sollen einige Ein-Zeller die Fähigkeit entwickelt haben Photosynthese zu betreiben.
Diese Einzeller (= Cyano-bakterien) konnten mit Hilfe der Sonnenenergie
Glucose ist ein energiereiches Biomolekül, das vor etwa 1 Milliarde Jahren als erste Pflanzen (Algenartig) zum Aufbau ihres Körpers nutzen. Vor etwa 500 Millionen Jahren besiedelten erste Pflanzen die ersten Landflächen. Seit etwa 700 Millionen Jahren besitzen Pflanzen in ihren Blättern Chlorophyll, das die Blätter grün färbt. Dieses Chlorophyll nimmt das Sonnenlicht auf und wandelt die Energie der Sonne biochemisch in Energie um, die für die Photosynthese notwendig ist. Der bei der Photosynthese anfallende Sauerstoff war die Grundvoraussetzung dafür, das sich später Tiere entwickeln konnten. Hinweis: Aufgrund von gefundenen Stromato-lithen, das sind geschichtete Steine, die als Hinterlassenschaften von Cyanobakterien angesehen werden, gehen einige Wissenschaftler davon aus, dass eine erste Photosynthese bereits vor etwa 3,2 bis 4??? Milliarden Jahren stattgefunden haben könnte. Ohne diese frühen Bakterien gäbe es kein auf Sauerstoff basierendes menschliches Leben auf der Erde.
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| Vor 2,0 – 3,0 Milliarden Jahre Jahren |
| Zu welchem Zeitpunkt erste Vielzeller (Eukaryoten) entstanden sind, ist umstritten. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass vor einer Milliarden Jahre erst Vielzeller (Mikroalgen) entstanden sein könnten, die durch Photosynthese Energie gewannen. Andere datieren das Entstehen von Vielzeller auf etwa 2 – 3 Milliarden Jahre vor unserer Zeit.
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| Vor 0,8 -1,3 Milliarden Jahren |
| Die ersten Pilze sollen vor 1,3 Milliarden Jahre entstanden sein. Sie besiedelten das damals noch einer Steinwüste ähnelnde Festland.
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| Vor vielen Millionen von Jahren entstanden:
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| Vor 700 – 580 Millionen Jahre |
| Vor etwa 750 bis 580 Millionen Jahren war die Erde zeitweise ganz bis teilweise von Eis bedeckt. Dadurch wurde das Sonnenlicht ins All zurück gespiegelt. Später soll es durch die im Erdinnern herrschende Temperatur von etwa 6.000 Grad wieder zum Abschmelzen des Eispanzers gekommen sein.
Hypothesen lassen vermuten, dass es während dieser Eiszeit nur zu einem geringen Grad zum Aussterben bestimmter niederer Arten kam. Zu dieser Zeit sollen im Meer erste Schwämme und Quallen entstanden sein und erste einfache Pflanzen das noch steinige Land erobert haben.
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| Vor 600 Millionen Jahren |
| Bilateria entstehen.
Bilateria sind Lebewesen die aus einer linken und einer rechte Seite bestehen, die spiegelbildlich zueinander sind (= Bi-lateral-symmetrisch). Zu den Bilateralen gehören auch wir Menschen. Bei vielen bilateralen Arten besteht eine Konzentration von Sinnesstrukturen und Nervenzellen am vorderen Ende des Körpers (Kopf – mit dem Gehirn).
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| Die ersten Affen entwickeln sich aus Vorstufen.
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| Vor 20 Millionen Jahren | ||||||||||
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Die ersten Menschenaffen entstehen. Vor 22 bis 5,5 Millionen Jahren, lebten rund hundert Arten von Menschenaffen. Heute leben noch 4 Gattungen:
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| Vor 7 Millionen Jahren | ||||||||||
| In dieser Zeit entwickelten sich nach bisherigen Erkenntnissen die ersten Vormenschen.
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| Vor 2,4 Millionen Jahren | ||||||||||
| Auf die Vormenschen folgten die Urmenschen.
Nach heutigem Kenntnisstand sollen die Individuen des Homo rudolfensis, nach bisher gefundenen Fossilien, die ersten Menschen gewesen sein. Ihre Bezeichnung ist von ihrem ersten Fundort abgeleitet, dem Rudolfsee (auch Turkana-See genannt, in Kenia). Er wird wie der Homo habilis als Urmensch bezeichnet. |
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| Vor 2,0 Millionen bis 100.000 Jahren | ||||||||||
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Der Homo erectus (Frühmensch) betritt die Bühne der Menschheit. Er ging aufrecht. Anhand von Funden kann nachgewiesen werden, dass er Steinwerkzeuge anfertigten konnte und mit großer Wahrscheinlichkeit schon das Feuer beherrscht. Das Benutzen von Feuer war ein entscheidender Faktor für die Weiterentwicklung des Menschen, In Südafrika wurde eine Feuerstelle entdeckt, die vor etwa einer Million Jahren benutzt wurde. Hinweis: Einige Wissenschaftler vermuten, dass der Mensch noch früher das Feuer für sich nutzte. Der Homo erectus verbreitete sich von Afrika kommend über Eurasien (dem heutigen Asien und Teilen Europas) aus. Er scheint die erste menschliche Art zu sei, die ihre angestammte Heimat verlies und sich über die Kontinente hinweg ausbreitete. Vor etwa 1,8 Millionen Jahren gelangte der Homo erectus bis in den Kaukasus. Fossilien des Homo erectus wurden von Spanien bis China gefunden. Die Insel Java soll er vor über 130.000 Jahren besiedelt haben. Vor etwa 110.000 Jahren starb der Homo erectus aus. Was dafür ursächlich war, ist umstritten. Für unseren westlichen Kulturbereich wichtig: Vor Hunderttausenden Jahren lebten auf der Arabischen Halbinsel Vertreter des Homo erectus.
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| Vor 900.000 Jahren | |
| Vor 900.000 Jahren soll die Menschheit fast ausgerottet worden sein. Es sollen nur etwa 1.300 Individuen überlebt haben. Das zeigt eine neuere Genetik-studie im Fachmagazin „Science“. Ursache dafür waren wahrscheinlich ungünstige Klimaveränderungen und Dürren.
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| Vor 500.000 bis 300.000 Jahren | |
| Als bisher ältestes, von Menschen geschaffenes Kunstwerk wir die Venus von Tan-Tan angesehen. Ihr Alter wird auf etwa 300.000 bis 500.00 Jahren geschätzt. Wissenschaftler vermuten, dass diese kleine Venus (6 cm groß) von Individuen des Homo erectus modelliert wurde. Ob sie einen religiösen Bezug hatte, ist umstritten.
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| Vor 400.000 – 40.000 Jahren | |
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Der Homo sapiens (zu dieser Art gehören wir heute lebenden Menschen) hat sich wahrscheinlich vom Homo erectus abgespalten. In Marokko wurden Fossilien unserer Vorfahren gefunden, die auf etwa 300.000 Jahren vor unserer Zeit datiert werden konnten. In Südafrika gefundene Fossilien wurden auf etwa 260.000 Jahren und in Äthiopien gefundene auf 195.000 Jahren vor unser Zeit datiert. Anhand der Ähnlichkeit dieser fossilen Schädel gehen Wissenschaftler von frühen Wanderungsbewegungen innerhalb Afrikas aus. Vor mehr als 100.000 Jahren sollen unsere direkten Vorfahren auf einer südlichen Route über die Arabische Halbinsel in Richtung Asien ausgewandert sein.
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| Ab etwa 60.000 Jahren vor unserer Zeit | |
| Aus dieser Zeit sind uns als Zeugnisse Höhlenmalereien erhalten geblieben.
Dazu zählt ein Gemälde vor etwa 50.000 Jahren, das auf der indonesischen Insel Sulawesi gefunden wurde. Auf diesem Gemälde sind drei Menschen und ein Schwein zu erkennen. Manche Gemälde zeigen nur die Umrisse einer Hand oder Strichzeichnungen. Andere Gemälde zeigen Jagdszenen und Tierbilder (Höhle von Lascaux in Frankreich), die zwischen 17.000 bis 38.000 Jahre alt sind. |
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| Vor etwa 30.000 Jahren? | |
| Eine entscheidende Frage für unsere zwischenmenschliche Kommunikation ist, ab wann Menschen eine Sprache beherrschten. Sehr alt dürfte die Kommunikation über Mimik, Gestik und bestimmten Lauten sein. Wann sie erstmals für bestimmte Begriffe benutzte Wörter nutzten oder zur Satzbildung fähig waren, also sich ausschließlich über das gesprochene Wort verständigen konnten, ist umstritten weil nicht nachweisbar.
Nachweise lassen darauf schließen, dass sich die Fähigkeit zur Sprachbildung schon vor etwa 2 Millionen Jahren entwickelt haben könnte – mehr hierzu in den jeweiligen Kapiteln.
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| Vor etwa 20.000 Jahren? |
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Die ersten Menschen beherrschten einfache Rechenaufgaben – ob Meschen schon früher dazu in der Lage waren, ist bisher nicht nachweisbar. Ohne die Entwicklung dieser Fähigkeiten wäre unsere heutige technisch geprägte Welt undenkbar.
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| Vor 10.000 -12.000 Jahren |
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Ein Teil der Menschen wird u.a. in Mesopotamien sesshaft, dieser Wandel vom Nomaden zum ortsständigen Bauern, der vorwiegend von Ackerbau und Viehzucht und nicht mehr ausschließlich vom Sammeln und Jagen lebt, wird als neolythische Revolution bezeichnet. Mesopotamien liegt zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris. Heute gehört das Gebiet zu Teilen zum heutigen Irak, Iran und Syrien. Einige vermuten, dass schon früher Menschen dauerhaft an einem Ort gelebt haben könnten, da z.B. die Steinkunstfähigkeiten der Menschen, die vor etwa 12.000 Jahren einen Tempel, den Göbekli Tepe, im Südosten Anatoliens errichtet haben, diese handwerklichen Fähigkeiten erlernen mussten. Wenn die Umweltbedingungen passten und ein ganzjähriges Nahrungsangebot vorhanden war, dann dürften auch schon früher Menschen Orts-treu gewesen sein. In Mesopotamien werden sich nicht alle dort Lebenden gleichzeitig dem Ackerbau zugewandt haben, dazu war der Übergang vom Nomaden hin zum schwer arbeitenden sein Feld beackernden Bauern zu beschwerlich. Aber die mit der Arbeit als Besteller von Feldern verbundene dauerhaft gesichert Ernährung dürfte über Generationen hinweg immer mehr Menschen überzeugt haben.
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| Vor 10.000 Jahren |
| Die letzte Kaltzeit (Eiszeit) begann vor etwa 115.000 Jahren und endete vor 11.700 Jahren. Wobei sich während dieser Zeit relative Kalt- und Warmzeiten abwechselten. Ursächlich dafür ist die Umlaufbahn der Erde um die Sonne und der damit einhergehenden Entfernung von der Sonne (siehe Kapitel 1.1. ).
Jeder dieser Klimaumschwünge veränderte die Lebensbedingungen der verschiedenen Arten (Pflanzen- wie Tierwelt), wodurch Arten ausstarben.
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| Vor 5.000 – 4.000 Jahren 3000 – 2000 v. Chr. |
| Es entstand die älteste, bisher bekannte Hochkultur, die Sumerer, die in Mesopotamien lebten. Die Sumerer erfanden die erste Schrift (die Keilschrift). Auf ihnen geht auch die Erfunden von Zähl-und Maßsystemen zurück. Außerdem sollen sie das Rad erfunden haben.
Den Sumerern folgten im Gebiet von Mesopotamien die Babylonier, Assyrer und Perser. In anderen Gebieten entstanden weitere Hochkulturen:
Mit den Hochkulturen entstanden die ersten großen Religionen. Aus wahrscheinlich einfachsten Ideen entwickelten sich über viele Jahrhunderte eine „Religionskultur“
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| Vor 3.000 – 1.500 Jahren |
| Die Antike
In der Zeit zwischen 800 v.chr. und 500 n.chr. entstanden um das Mittelmeer Macht- und Kulturnationen (u.a. Griechen, Römer). Diese Zeit wird als Antike bezeichnet. Wesentliche Teile der westlich Kultur fußen auf den Gedanken- und Glaubensgebäuden dieser Zeit. Viele griechische Philosophen haben neue Erkenntnisse gewonnen. Wobei viele dieser Erkenntnisse heute als falsch angesehen werden, so z.B. das geozentrische Weltbild des Ptolemäus und seiner Vordenker, die die Erde im Mittelpunkt der Welt verorteten. Andere hatten vielfältigen Einfluss auf unser heutiges Denkgebäude wie Sokrates, Aristotoles usw.. Viele Elemente des christlichen Glaubens, auf die vor allem der Apostel Paulus Einfluss nahm, sind ebenfalls auf der Weltsicht der Griechen zurück zu führen (z.B. das geozentrische Weltbild). Während die Griechen (oder richtiger in Athen philosophierenden) als Denker bezeichnet werden, waren die ihnen folgenden Römer die Pragmatiker, ihnen verdanken wir z.B.: das lateinische Schriftsystem, die Architekur mit der Statik (Ingenieurwesen) , die Fähigkeit große Bauten zu erstellen, Straßen anzulegen, Viadukte für die Wasserversorgung zu bauen usw.. Während der Zeit, in der unsere Vorfahren von Gemeinschaftswesen (Nomaden, die in kleinen Gruppen/ Sippen lebten) zu Gesellschaftswesen mit vielen Einwohnern (Staaten) wurden, kam es zu einer Unzahl an kriegerischen Auseinandersetzungen.
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| Europa |
| Vor 1.500 bis 500 Jahren |
| Mittelalter
Die Zeit zwischen 500 nach chr. und 1.500 n.chr. wird für Europa als Mittelalter bezeichnet. Während uns die geschichtlichen Ereignissen dieser Zeit als „dunkle Zeit“ erscheinen mögen,
dürfte das Alltagsleben der Menschen neben Entbehrungen auch von einer, uns heute nicht mehr nachempfindbaren Freude am Leben bestanden haben. Ausführlicher gehe ich auf das Mittelalter in Kapitel 1.3.16 ein (wird noch eingestellt) und tiefgreifender im 5. Blog “Die menschliche Entwicklung von etwa vor 50.000 Jahren bis heute”. |
| Vor 500 Jahren |
| Aufklärung
Zwischen 1.500 bis 1.700 n.chr. entdeckte eine bestimmte Bildungs-Schicht die griechischen Philosophen (besonders Aristoteles) durch das Erbe der Araber neu. dadurch veränderte sich ihr Weltbild radikal. Das geozentrische Bild, bei dem die Erde den Mittelpunkt der Welt bilde, wurde durch Kopernikus widerlegt und durch das heliozentrische Bild (die Sonne steht im Mittelpunkt unseres Sonnensystems) ersetzt. Zuvor galt der Grundsatz, dass alle Fragen mit der Bibel beantwortet werden können und es keinen Grund gäbe an der Wahrhaftigkeit der Bibel zu zweifeln.
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| Vor 400 Jahren |
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In den letzten 500 Jahren entwickelte sich eine Dynamik im menschlichen Zusammenleben und in der Wissenschaft, die exponentiell anzusteigen scheint. Die wissenschaftlichen Durchbrüche wie das heliozentrische Weltbild von Kopernikus (1543) begründeten die neuen, experimentelle Naturwissenschaften. Erstmals gab es ab 1833 die Bezeichnung „Wissenschaftler“.
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| Vor 300 Jahren (1.700 n.chr.) bis heute |
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Das Jahr 1789 markiert den Beginn der Französischen Revolution, in der das französische Volk die absolute Monarchie stürzte. Die Bürger und Bauern forderten politische Mitbestimmung sowie das Ende der Vorrechte von Adel und Klerus. Die Februarrevolution von 1848 in Frankreich beendete die Herrschaft des sogenannten „Bürgerkönigs“ Louis-Philippe und führte zur Ausrufung der Zweiten Französischen Republik. Ausgelöst durch soziale Missstände, Missernten und ein exklusives Wahlrecht, gipfelte sie in Barrikadenkämpfen, die schließlich ganz Europa erfassten Ab 1717 wurde in einigen Staaten die Schulpflicht in Deutschland eingeführt. Sie beschränkte sich neben der Vermittlung von christlichen Werten, auf einfaches Rechnen, Lesen und Schreiben – und doch war das der notwendige Impuls, langfristig die intellektuellen Fähigkeiten aller Menschen für das Gemeinwohl nutzbar zu machen. In diese Zeit fiel der Startschuss für eine ganz neue Arbeitswelt, die industrielle Revolution.
Um 1750 entwickelte sich die Agrargesellschaft langsam zu einer Industriegesellschaft. Die Muskelkraft wurde durch Wasser- und Dampfkraft, also Maschinen, ersetzt. In den entstehenden Fabriken konnte kostengünstiger produziert werden. Dadurch entstanden neue soziale Strukturen (u.a. Arbeiterschaft).
Ab etwa 1870 kam es durch die elektrische Energie zu weiteren Fortschritten. Durch Fließbändern wurde die Massenproduktion möglich.
Ab etwa 1960 entwickelte sich die Informations-technologie (IT) mit weiterer Automatisierung. Unsere heutige moderne Gesellschaft, und damit die Wissenschaft und Wirtschaft, wäre ohne diese Technologie nicht denkbar.
Für die breite Masse gibt es das Internet seit 1993 und damit die Vernetzung. Es entstanden u.a. Cyberphysische Systeme, Clouds, und die künstliche Intelligenz (KI).
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| Vor 60 Jahren |
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Unsere menschliche Population nahm immer mehr zu. 1968 rüttelten uns Berichte von Cub of Rome auf, in denen prognostiziert wurde, dass es um 2.000 keine Wälder und Vögel mehr geben würden. Heute sieht die Welt anders aus als vorhergesagt, ob es durch entsprechenden Schutz anders wurde oder Vorhersagen, die sich über Jahrzehnte erstrecken fehlerbehaftet sind, kann real keiner beantworten. Um 1970 berichteten viele Medien davon, dass es aufgrund des Bevölkerungswachstums zu hunderten von Millionen Hunger-Toten kommen werde. Damals lebten 3,5 Milliarden Menschen. Durch die Erfolge von umstrittenen Experimenten und der „grünen Revolution“ hat heute der allergrößte Teil von 8,3 Milliarden Menschen mehr Nahrungsmittel zur Verfügung als damals die in reichen Staaten lebenden Menschen. Dazu haben auch die verbesserten Kommunikations- und Transportweg beigetragen, so dass nicht mehr so viele Nahrungsmittel verrotten.
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| Heute |
| Heute stellt sich die Frage, ob wir Menschen bereits in der Lage sind, unser Schicksal selber zu beeinflussen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass 99 % aller jemals gelebten Arten ausgestorben sind. Andererseits wurden sie durch neu entstandenen Arten ersetzt (Evolutionstheorie), die an den veränderten Umweltbedingungen besser angepasst waren und auf Umweltveränderungen besser reagieren konnten.
Hier spielt aus meiner Sicht die Wissenschaft für das Überleben unserer Art eine wichtige Rolle. Auch heute lassen sich Entscheidungsträger von ihren Vorstellungen und Emotionen leiten, dass wir Menschen „gottähnlich“ wären. Unsere Art wird nur dann überleben, wenn wir die Realitäten akzeptieren und nicht auf Luftschlösser unsere Zukunft aufbauen. |