1.1.1.a1 Vorwort zur Entstehung des Lebens

Unsere Vorfahren gingen davon aus, dass wir Menschen, so wie wir heute sind, von einem Gott erschaffen wurden. Sie gingen davon aus, dass all unseren heutigen Fähigkeiten mit der Erschaffung der ersten Menschen schon angelegt waren, sei es

  • die Form unseres Körpers,
  • unsere Sprachfähigkeit,
  • unsere heutigen Sinnesfähigkeiten (Sehen, Hören usw. ) und
  • die Fähigkeit zu hinterfragen usw..

In den letzten etwa 200 Jahren haben wir wissenschaftlich belegbare Erkenntnisse über unsere Erde und das Leben gewonnen, die dem Glauben unserer Vorfahren entgegengesetzt sind.

Diese Erkenntnisse lassen nur den Schluss zu, dass sich alles in unserem Universum aus einfachsten Strukturen entwickelt (Evolution), auch das Leben auf unserer Erde. Unser Körper wurde nicht so erschaffen wie wir heute sind, er ist das Resultat einer Entwicklung die mit den Einzellern begann und durch ständige Weiterentwicklung zu höheren Lebensformen führte.

Die Links in der tabellarische Auflistung im nachfolgenden Kapitel (Kapitel 1.1.1.a2)  verweisen auf die Kapitel, in denen ich einen einführenden Überblick über die Entstehung ersten Lebens und deren Weiterentwicklung gebe. Tiefer gehende Ausführungen findest du in den Kapitel 1.2fff und im Blog “Biologie” – diese Kapitel sind erstellt, ich werde sie aber erst veröffentlichen, wenn sich genügend Mit-DiskutantenInnen angemeldet haben, die durch ihre Beteiligung an Kommentaren oder in Chaträumen ihre eigene Sichtweise zur Diskussion stellen.

Mein Antritt ist es, mit dir und möglichst vielen Anderen in einem Dialog, aber auch in kontrovers geführten Diskussionen, unsere Sichtweise zu den betreffenden Fragen austauschen. Da es sich um einen riesigen Themabereich handelt, versuche ich die Veröffentlichungen so zu steuern, dass möglichst viele zu Beginn schon einsteigen.

Dazu gehört auch das bisher als gesichert angenommene Wissen, wie erstes Leben wahrscheinlich entstanden und über hunderte von Millionen  Jahren die Fähigkeit erlangte

  • sich immer weiter zu entwickeln,
  • seine Umwelt immer mehr wahr zu nehmen,
  • auf Umweltreize reagieren zu können.

Unsere Vorfahren besaßen unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten noch nicht in den mikro- und makroskopischen Bereich immer weiter vorzudringen (Astrophysik, Zellbiologie usw.). So haben sie ihre Umwelt vollkommen anderes interpretiert.

Dem stehen die heutigen Erkenntnisse gegenüber, die wissenschaftlich belegbar und Teil der Evolutionstheorie sind. Vieles was unsere Vorfahren erdachten und glaubten, versuchen wir mit unseren heutigen Möglichkeiten zu belegen oder zu widerlegen. So veränderten sich mit dem wachsenden Wissen auch unsere Gewissheiten über unsere Herkunft. Als Folge verändert sich bei immer mehr von uns das Welt- und Menschenbild.

Die ersten Entwicklungsschritte

Die einfachsten Lebensformen entwickelten sich aus dem, was durch biochemische Prozesse entstand (siehe Kapitel 0). Die Fähigkeit, diese verschiedenen Moleküle zu einem sinnvollen Ganzen zu vereinen, den Urzellen, die noch keine Erbsubstanz besaßen. Der Ururvorfahre von allem Leben auf der Erde wird von den Wissenschaftlern LUCA (Last Universal Common/Cellular Ancestor) genannt. Aus den Urzellen entwickelten sich die frühesten Formen der Zellen (Proto-zyten, proto = ersten, Zyten = Zellen), die einen Zellkern und damit eine Erbsubstanz besaßen.

Um Überleben zu können, war es notwendig, die Umwelt wahr nehmen zu können. So entwickelten sich möglicherweise schon in den Urzellen in den ersten, einfachsten Strukturen aus Aminosäuren (einfachste Proteine), die z.B. einen Druck oder die Temperatur registrieren konnten. Alleine das Registrieren hätte keinen Überlebensvorteil bedeutet, die Zellen mussten auf einen Reiz auch reagieren können um sich z.B. in Sicherheit bringen zu können, so könnten erste kontraktile Proteine entstanden sein, die in die Zelloberfläche eingebunden, die Zelloberfläche durch zusammenziehen beweglich machten.

Ohne die Entwicklung hin zum Erkennen und Reagieren wäre die Evolution des Lebens nicht möglich gewesen, weil neu geschaffenes Leben durch die Umweltbedingungen immer wieder zerstört worden wäre – siehe Phase 0.

Von dem „Null-Punkt“ ausgehend, erweiterten sich die Fähigkeiten zur Erkennung und Reaktion auf Umweltreize immer weiter, bis daraus immer komplexere Strukturen zur Erkennung und Reaktion und damit Organe entstanden.

Ich kann es nicht belegen, gehe jedoch davon aus, dass all diese Entwicklungsschritte (Phasen), die ich in den in Kapitel 1.1.1.3 aufgelistet habe, nicht abgeschlossen sind sondern sich die erworbenen Fähigkeiten den Gegebenheiten anpassen und sich immer weiter erweitert werden. Die Evolution ist nicht zu Ende. Ob unsere Art (Homo sapiens) weiter voran treibt, wird die Zukunft zeigen. Alles spricht dafür, das, sollten wir als Menschen oder als Gesellschaft diese evolutionäre Entwicklung ablehnen, diese Gesellschaften untergehen werden. Wo die „Reise“ hingeht, dazu fehlt es mir an Vorstellungskraft.

Wie schon erwähnt, haben sich die Fähigkeiten zu erkennen und zu handeln immer weiter entwickelt. Bei den Einzellern beruht das auf biochemischen Vorgängen. Bei den Vielzellern entwickelten sich komplexere Reaktionen wie der Drang zu überleben, indem man sich als Lebensform Gefahren entzieht, Nahrung zu sich nimmt, seine Erbsubstanz weiter gibt usw.. Der Drang in uns Lebewesen, unsere Erbinformation weiter zu geben, ist ein Bestandteil unserer Existenz, der wahrscheinlich nur durch noch intensiver empfundene Belohnungsanreize verdrängt werden kann.

In Kapitel 1.1.1.a2 habe ich die Links zu den einzelnen Kapiteln aufgelistet.

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