Die Auflistung im nachfolgenden Kapitel (Kapitel 1.1.1.a2) verweist auf Kapitel, in denen ich einen sehr kurzen Überblick darüber zu vermitteln, wie erstes Leben entstand und über Millionen von Jahren die Fähigkeit erlangte
- sich immer weiter zu entwickeln,
- seine Umwelt wahr zu nehmen,
- auf Umweltreize reagieren zu können,
- und wie sich diese Fähigkeiten immer weiter entwickelten.
Unsere Vorfahren besaßen unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten noch nicht in den mikro- und makroskopischen Bereich immer weiter vorzudringen (Astrophysik, Zellbiologie usw.). So haben sie ihre Umwelt vollkommen anderes interpretiert.
Dem stehen die heutigen Erkenntnisse gegenüber, die wissenschaftlich belegbar und Teil der Evolutionstheorie sind. Vieles was unsere Vorfahren erdachten und glaubten, versuchen wir mit unseren heutigen Möglichkeiten zu belegen oder zu widerlegen. So veränderten sich mit dem wachsenden Wissen auch unsere Gewissheiten über unsere Herkunft. Als Folge verändert sich bei immer mehr von uns das Welt- und Menschenbild.
Die ersten Entwicklungsschritte
Die einfachsten Lebensformen entwickelten sich aus dem, was durch biochemische Prozesse entstand (siehe Kapitel 0). Die Fähigkeit, diese verschiedenen Moleküle zu einem sinnvollen Ganzen zu vereinen, den Urzellen, die noch keine Erbsubstanz besaßen. Der Ururvorfahre von allem Leben auf der Erde wird von den Wissenschaftlern LUCA (Last Universal Common/Cellular Ancestor) genannt. Aus den Urzellen entwickelten sich die frühesten Formen der Zellen (Proto-zyten, proto = ersten, Zyten = Zellen), die einen Zellkern und damit eine Erbsubstanz besaßen.
Um Überleben zu können, war es notwendig, die Umwelt wahr nehmen zu können. So entwickelten sich möglicherweise schon in den Urzellen in den ersten, einfachsten Strukturen aus Aminosäuren (einfachste Proteine), die z.B. einen Druck oder die Temperatur registrieren konnten. Alleine das Registrieren hätte keinen Überlebensvorteil bedeutet, die Zellen mussten auf einen Reiz auch reagieren können um sich z.B. in Sicherheit bringen zu können, so könnten erste kontraktile Proteine entstanden sein, die in die Zelloberfläche eingebunden, die Zelloberfläche durch zusammenziehen beweglich machten.
Ohne die Entwicklung hin zum Erkennen und Reagieren wäre die Evolution des Lebens nicht möglich gewesen, weil neu geschaffenes Leben durch die Umweltbedingungen immer wieder zerstört worden wäre – siehe Phase 0.
Von dem „Null-Punkt“ ausgehend, erweiterten sich die Fähigkeiten zur Erkennung und Reaktion auf Umweltreize immer weiter, bis daraus immer komplexere Strukturen zur Erkennung und Reaktion und damit Organe entstanden.
Ich kann es nicht belegen, gehe jedoch davon aus, dass all diese Entwicklungsschritte (Phasen), die ich in den in Kapitel 1.1.1.3 aufgelistet habe, nicht abgeschlossen sind sondern sich die erworbenen Fähigkeiten den Gegebenheiten anpassen und sich immer weiter erweitert werden. Die Evolution ist nicht zu Ende. Ob unsere Art (Homo sapiens) weiter voran treibt, wird die Zukunft zeigen. Alles spricht dafür, das, sollten wir als Menschen oder als Gesellschaft diese evolutionäre Entwicklung ablehnen, diese Gesellschaften untergehen werden. Wo die „Reise“ hingeht, dazu fehlt es mir an Vorstellungskraft.
Wie schon erwähnt, haben sich die Fähigkeiten zu erkennen und zu handeln immer weiter entwickelt. Bei den Einzellern beruht das auf biochemischen Vorgängen. Bei den Vielzellern entwickelten sich komplexere Reaktionen wie der Drang zu überleben, indem man sich als Lebensform Gefahren entzieht, Nahrung zu sich nimmt, seine Erbsubstanz weiter gibt usw.. Der Drang in uns Lebewesen, unsere Erbinformation weiter zu geben, ist ein Bestandteil unserer Existenz, der wahrscheinlich nur durch noch intensiver empfundene Belohnungsanreize verdrängt werden kann.
In Kapitel 1.1.1.a3 habe ich die Links zu den einzelnen Kapiteln gelistet.